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Transplantation

Illustration: NierentransplantationLeben mit einem Spenderorgan

Die Nierentransplantation ist außer den beiden Dialysetherapien die dritte Möglichkeit zur Behandlung von chronischem Nierenversagen. Weltweit leben etwa 530.000 Patienten mit einer Spenderniere.

Bei der Transplantation wird eine Spenderniere in der Leistengegend in den Unterbauch des Patienten eingepflanzt. Das Spenderorgan übernimmt die Funktionen der erkrankten Nieren, die meist im Körper belassen werden. Die Patienten müssen allerdings lebenslang Medikamente einnehmen, um eine Abstoßung des Transplantats zu verhindern. Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind nach einer Nierentransplantation unerlässlich.

Eine Nierentransplantation ist nicht immer möglich

Um festzustellen, ob ein Patient für eine Nierentransplantation geeignet ist, muss er sich einer ganzen Reihe von Untersuchungen unterziehen. Dabei überprüfen die Ärzte den allgemeinen Gesundheitszustand, um beispielsweise Infektionen, Tumore sowie Herz- oder Lungenerkrankungen festzustellen. Außerdem ermitteln die Mediziner die Blutgruppe und den Gewebetyp des Patienten. Spender und Empfänger müssen eine identische Blutgruppe und möglichst ähnliche Gewebemerkmale haben, um das Risiko einer Abstoßungsreaktion zu reduzieren.

Mangel an Spenderorganen führt zu langen Wartelisten

Das größte Problem der Nierentransplantation ist der Mangel an Spenderorganen: Die Nachfrage steigt schneller als das Angebot, so dass die Wartelisten immer länger werden. Trotz anhaltender und umfangreicher Bemühungen durch regionale Initiativen, das Bewusstsein und die Bereitschaft für eine Nierentransplantation zu erhöhen, hat sich daran nur wenig geändert.